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Klimaneutrale Wärmeversorgung in Alfter

Der Klimarat hat eine Analyse zur klimaneutralen Wärmeversorgung in Alfter erarbeitet: 

  • Neun von zehn Wohngebäuden in Alfter heizen heute mit Gas oder Öl – teuer, klimaschädlich und abhängig von unsicheren Importen. 
  • Die kommunale Wärmeplanung zeigt: Wärmenetze sind nur in zwei Fokusgebieten (Ortsteile von Alfter Ort und Oedekoven) wirtschaftlich möglich und erreichen rund 7 % der Gebäude. 
  • Für über 90 % der Häuser führt der Weg zur klimaneutralen Wärme deshalb über dezentrale Lösungen – ganz überwiegend über elektrische Wärmepumpen, ergänzt um Photovoltaik und energetische Sanierung. 
  • Eine klimaneutrale Wärmeversorgung senkt nicht nur die Treibhausgasemissionen der Gemeinde erheblich, sondern schützt auch die Gesundheit: weniger Abgase und Feinstaub in den Wohngebieten – und ein wirksamer Beitrag gegen die Klimakrise, deren Folgen mit den zunehmenden Hitzewellen bereits heute in Alfter messbar sind.
  • Unsere Modellrechnung über 20 Jahre belegt: Trotz höherer Anschaffungskosten ist die Wärmepumpe rund 20.000 € günstiger als eine neue Gas- oder Ölheizung, kombiniert mit Photovoltaik rund 38.000€. Dies ist bestätigt in unter-schiedlichen Szenarien und durch unabhängige Analysen von prognos/Der Spiegel und dem Institut der deutschen Wirtschaft. 

Wer in den kommenden Jahren die Heizung erneuert, trifft mit der Wärmepumpe die klimafreundlichste und wirtschaftlich sicherste Wahl. Gemeinde und Politik können diesen Weg mit Beratung, starken Stromnetzen und verlässlicher Förderung entscheidend unterstützen.

Warum benötigen wir eine klimaneutrale Wärmeversorgung?

Die negativen Folgen der Klimakrise erleben wir alle: Hitzewellen, Wassermangel in unseren Wäldern und Flüssen, dann Starkregen und Überschwemmungen. 16.000 Hitzetote allein in diesem Sommer, hohe Kosten für die Wirtschaft durch Klimafolgen. Gleichzeitig leisten viele Bereiche der Gesellschaft enorme Anstregungen zur Reduktion der Treihausgas-Emissionen. Nur zwei Bereichen gelingt dies nicht: Gebäude und Verkehr. 

Wie wohnen wir in Alfter?

Die große Mehrzahl der Alfterer wohnt in Ein- oder Zweifamilienhäusern, die sie selbst besitzen. Mieterinnen und Mieter wohnen überwiegend in Häusern mit 3-12 Wohnungen. Die kommunale Wärmeplanung zeigt, das voraussichtlich nur wenige Gebäude von zentralen Wärmenetzen versorgt werden können. Daher können wir sagen: Die Wärmewende in Alfter findet in den Häusern statt!

Wärmepumpe oder Gasheizung?

Jedes Gebäude ist anders. Aber jenseits der unzähligen Falschinformationen über Wärmepumpen können wir sagen, dass diese für die größte Zahl der Gebäude (auch Altbauten) die beste Lösung darstellen. Als einzige Heizungsform benötigen sie 25% der Energie - da sie den Rest aus der Umwelt nehmen. Klar ist auch: Die Investitions-kosten sind höher, aber über 20 Jahre sind die Gesamtkosten deutlich niedriger. Alle Details in unserer Stellungnahme.

Und die Umwelt?

Wärmepumpen setzen keine Abgase oder Feinstaub frei. Selbst mit dem Standardstrom-Mix (wie in unserem Modell, siehe Abbildung) verursachen sie wesentlich weniger Treibhausgase. Durch den Einsatz von Ökostrom läßt sich dies noch weiter verbessern.

Zusammenfasssung in einfacher Sprache

Wer wir sind: Der Klimarat Energie für Alfter ist eine Gruppe von Fachleuten aus unserer Gemeinde. Dazu gehören Handwerker, Wissenschaftlerinnen und engagierte Bürger. Wir haben untersucht, wie die Menschen in Alfter heizen. Und wie das Heizen in Zukunft besser werden kann.


Das Problem: Fast alle Häuser in Alfter heizen mit Gas oder Öl. Gas und Öl belasten das Klima. Sie werden in den nächsten Jahren deutlich teurer. Und sie kommen oft aus Ländern, auf die wir uns nicht verlassen können. Viele Häuser in Alfter sind alt und schlecht gedämmt. Sie verlieren viel Wärme. Das kostet unnötig Geld.


Was wir herausgefunden haben: Manche Orte in Alfter bekommen ein Wärmenetz. Das ist eine gemeinsame Heizung für viele Häuser. Die Gemeinde plant solche Netze in Teilen von Alfter Ort und Oedekoven. Aber: Das Wärmenetz erreicht nur wenige Häuser. Mehr als 90 von 100 Häusern bekommen kein Wärmenetz. Diese Häuser brauchen eine eigene, klimafreundliche Heizung.


Die Lösung: Die beste Lösung ist für die meisten Häuser eine Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe heizt mit Strom und mit Wärme aus der Luft. Sie ist beim Kauf und Einbau teurer als eine Gasheizung. Aber der Staat zahlt einen großen Teil dazu. Und im Betrieb ist sie viel billiger. Über die Jahre spart eine Familie damit viel Geld – oft mehr als 20.000 Euro. Mit einer Solaranlage auf dem Dach wird es noch günstiger. Wärmepumpen funktionieren auch in älteren Häusern. Und sie sind gut für das Klima: Eine Wärmepumpe verursacht viel weniger Treibhausgase als eine Gas- oder Ölheizung. Das hilft gegen die Erderwärmung. Und es bedeutet saubere Luft ohne Abgase in unseren Wohngebieten. Alle Beträge sind in heutigem Geld gerechnet. So kann man sie gut vergleichen.


Was Sie tun können: Wenn Ihre Heizung alt ist und ersetzt werden muss: Denken Sie über eine Wärmepumpe nach. Lassen Sie sich vorher gut beraten, zum Beispiel von der Verbraucherzentrale oder einer Energieberatung. Eine bessere Dämmung hilft zusätzlich, Geld zu sparen.

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c/o Dialog-Gesundheit-Klima e.V., Waldstr. 37, 53347 Alfter

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